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Die Historischen

Stadtsingechor zu Halle – einer der ältesten Knabenchöre Mitteldeutschlands 

Seine Wurzeln reichen zurück bis ins frühe 12. Jahrhundert als das Kloster Neuwerk gegründet wurde. Das bekam als erstes in Halle das Schulrecht übertragen und gestaltete mit den Schülern die Musik für die Gottesdienste. 1565 entstand der Name „Stadtsingechor“, da dieser die Kirchenmusik an den städtischen Hauptkirchen zu bestreiten hatte. Nach der Auflösung des lutherischen Gymnasiums 1808 wurde der Chor den Franckeschen Stiftungen angegliedert, in denen er noch heute ansässig ist. 1946 übernahm die Stadt Halle den Chor in ihre Trägerschaft.

                                                     Mehr Informationen zum Stadtsingechor

 

Salzwirkerbrüderschaft im Thale zu Halle – die älteste Brüderschaft der Welt  

Sie wurde 1524 gegründet und durch Kardinal Albrecht anerkannt. Die Salzwirker, seit Ende des 15. Jahrhunderts werden sie Halloren genannt, verkochten die Sole in Herdpfannen zu Salz. Ihre Kenntnisse sicherten ihnen eine angesehene Stellung und Privilegien. Das Halloren- und Salinemuseum zeigt ihre Geschichte.

 

Salzquellen – die  Grundlage für den Reichtum der Stadt 

Die Quellen entstanden durch eine geologische Besonderheit, die sogenannte Hallesche Marktplatzverwerfung. Die Quellen wurden in Halle bereits in der Vorzeit genutzt. Damals besiedelten die Hermunduren, die Angeln und Warnen (Thüringer) sowie die Wenden das Gebiet. Im Chronicon Moissiacence 806 wird der Ort Halle als „Halla“ erstmals genannt. 968 gründete Otto I. das Erzbistum Magdeburg, zu dem auch Halle bis zum Jahre 1680 gehörte. Durch den steigenden Salzhandel konnte die Stadt 1120 umfassend erweitert werden. Der Handel war Sache der Erzbischöfe, bis sich Ende des 12. Jahrhunderts die Innung der Pfänner bildete, die über Jahrhunderte die Politik der Stadt bestimmten.

 

Franckeschen Stiftungen – beherbergt das älteste erhaltene profane Bibliotheksgebäude Deutschlands 

1726 bis 1728 wurde das Gebäude errichtet, den Mittelpunkt bildet der historische Bibliothekssaal mit originalem Mobiliar aus dem 18. Jahrhundert. Dort finden sich die Sammlungen in theaterkulissenartigen, in den Raum gestellten, Regalen, dem so genannten Kulissenmagazin. Die Bücher behandeln dabei alle Gebiete des Wissens, mit deutlichem Schwerpunkt auf der Kirchen- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit.

 

Das Naturalienkabinett in den Franckeschen Stiftungen – der älteste erhaltene bürgerliche Museumsraum Deutschlands 

Die Kammer wurde von August Hermann Francke zu Unterrichtszwecken angelegt und ist heute wieder nach dem originalen Museumskonzept des 18. Jahrhunderts an ihrem historischen Platz in der Mansarde des Historischen Waisenhauses aufgestellt. Achtzehn reich verzierte Sammlungsschränke bergen 3000 Naturalien, Kuriositäten und Artefakte. Ziel war es, hier ein Spiegelbild der Welt zu schaffen.

 

Moritzburg und Burg Giebichenstein – die  jüngste und älteste Burg am Flusslauf der Saale 

Die Moritzburg wurde von 1484-1503 erbaut. Bereits 1637 aber wieder zur Ruine und von 1901-1904 zum Museum neu gebaut. Baugeschichtlich steht die dem Schutzpatron des Erzbistums geweihte Moritzburg zwischen Gotik und Renaissance. 1514-1541 nutzte Kardinal Albrecht die Burganlage als Wohnsitz. Nach dem Brand im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg teilweise wieder aufgebaut. Heute beherbergt die einstige Feste die Stiftung Moritzburg - Landeskunstmuseum Sachsen-Anhalt. 

 

Die Burg Giebichenstein wurde 961 erstmals urkundlich erwähnt. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts begann man mit der Errichtung einer steinernen Befestigung, der Oberburg. Die Burg diente den Magdeburger Erzbischöfen als zeitweiliger Regierungssitz, bis zur Fertigstellung der Moritzburg als Hauptresidenz. Im Dreißigjährigen Krieg (1636) wurde die Festung teilweise ruiniert. An der Wende vom 18. zum 19. Jh. war die Burgruine ein bedeutendes Symbol deutscher Romantik. 1906 erwarb die Stadt Halle die Burgruine von der preußischen Domänenverwaltung und machte sie der Öffentlichkeit zugänglich. Seit 1966 ist sie Architektur-Freilichtmuseum. Im Ergebnis umfassender Restaurierungsarbeiten seit Anfang der 90er Jahre wurden weitere Mauerreste freigelegt, wodurch sich ein Besuch auf dem Giebichenstein wesentlich auschaulicher gestaltet. Der Torturm bietet als Aussichtsturm einen einmaligen, unvergesslichen Blick über das Saaletal. Die Unterburg ist seit 1921 Sitz der heutigen Kunsthochschule Halle - Burg Giebichenstein.